Personalroulette der neuen Koalition

Was sich bereits seit längerem angedeutet hat, scheint nun umgesetzt zu werden. Das Offenbacher Personalroulette, gespielt durch die neue Koalition aus SPD, Grüne und FDP beginnt. Bei benötigten Einsparungen in Höhe von mehreren zehnmillionen Euro sollten jedoch Sparsamkeit und nicht das Geschacher um für die neue Koalition interessante Posten an erster Stelle stehen, mahnen die „FREIE WÄHLER Offenbach“. Vor allem die massive Verteuerung der von der OPG geplanten Schulen, die mehrere Millionen Euro beträgt und auch die Verluste der OVB, welche mittels Querfinanzierung aus Geldtöpfen anderer städtischer Gesellschaften, inklusive der Ausdünnung des Offenbacher Busfahrplans, aufgefangen werden sollen, sind Grund genug, unnötige Belastungen für den städtischen Haushalt zu vermeiden.

Dominic Leiendecker, stellvertretender Fraktionsvorsitzender „FREIE WÄHLER Offenbach“ bemängelt:

„Das Ganze hat schon was von Realsatire. Als die Grundsteuer erhöht werden musste, wurde sich von der nun stärksten Fraktion, der SPD, massiv gewehrt. Als sie wieder gesenkt wurde war es ihnen auch nicht recht. Jetzt in der Verantwortung stellen sie plötzlich und überrascht fest, dass die Stadt Offenbach auch weiterhin sparsam sein muss und implizieren, dass Kämmerer Peter Freier nicht sauber gearbeitet hätte, obwohl dieser jederzeit alles transparent dargestellt und immer wieder verantwortungsbewusst auf die nach wie vor angespannte Finanzlage der Stadt hingewiesen hat. Wider besseren Wissens werden jetzt Personalien ausgetauscht und die Stadtkasse sowie die Kasse des Stadtkonzerns vollkommen unnötig belastet. Man muss leider erneut feststellen, dass parteipolitische Interessen offensichtlich wichtiger sind als das Wohl unserer Stadt.“

Aus Sicht der FREIE WÄHLER Offenbach ist es nicht nachzuvollziehen, weshalb verdiente Verantwortliche, ohne dringenden Grund und unter Lohnfortzahlung, vorzeitig von ihrer Tätigkeit freigestellt werden. Im Falle der scheidenden Geschäftsführerin der GBO, Annette Schroeder-Rupp, werden auf diese Weise tausende Euros schlichtweg vergeudet. Darüber hinaus wird das anvisierte Bewerbungsverfahren des neuen zweiten Geschäftsführers der GBO Ressourcen und Steuergelder, ohne erkennbaren Mehrwert, verschlingen. Ähnliches trifft für die Abwahl des aktuellen Kämmerers Peter Freier (CDU) zu. Auch die Stelle des Kämmerers wird aus rein parteipolitischen Gründen zu einem verfrühten Zeitpunkt neu besetzt. Auch hier auf Kosten des Steuerzahlers, der für die Freistellung und die damit verbundenen Lohnfortzahlungen aufkommen muss. Alleine die Personalien des Kämmerers wird schätzungsweise rund 250.000€ kosten. Die Kritik der „FREIE WÄHLER Offenbach“ richtet sich indessen keinesfalls an den vermutlich neuen Stadtkämmerer Martin Wilhelm der SPD, sondern begründet sich vielmehr darin, dass in erster Linie das Wohl der Stadt Offenbach und seiner Bewohnerinnen und Bewohner im Vordergrund stehen sollte. Parteipolitische Interessen der neuen Koalition sollten keine Rolle spielen.

Dennis Lehmann, Fraktionsvorsitzender „FREIE WÄHLER Offenbach“ ergänzt: „Die GBO ist eine der erfolgreichsten Gesellschaften des Stadtkonzerns. Das ist auch ein Verdienst der Geschäftsführerin Annette Schroeder-Rupp. Die Tatsache, dass sie in der Vergangenheit, also vor ihrem Engagement bei der GBO - auf das sie sich im Übrigen ganz offiziell im Rahmen einer Stellenausschreibung beworben hat und die Stelle aufgrund ihrer Qualifikation und Erfahrung erhalten hat - lange Zeit sehr aktiv bei den FREIE WÄHLER Offenbach war, darf bei so einer wichtigen Position keine Rolle spielen. Funktionierende Strukturen werden mit einer Neubesetzung beschädigt und die Belegschaft unnötig verunsichert.“